Elsässer live

Es war eines dieser Wochenenden, wo mal keine tolle Party gefeiert wurde, in der die Big City Antifas mal wieder sich selbst bestätigen mussten, dass sie und nur Sie auch wirklich die Einzigsten sind, die richtig feiern können. Also was macht mensch an solchen Tagen, mensch sucht sich Alternativen. Da ich vor kurzem einen „tollen“ Flyer bekommen hatte (die Freude hält sich in Grenzen) von der Gruppe Internationale KommunistInnen, indem sie ein Streitgespräch zwischen Jürgen Elsässer und Bernhard Schmid veranstalten wollten. Nun bin ich ja nicht so wirklich der Mensch der jedes Wochenende auf den tollsten Parties der Welt abhängt, dachte ich mir, ich geh mal dahin, um mal Abwechslung zu bekommen. Als ich mir dann nach so einer halben Stunde Einleitung dachte, wo bin ich hier, war es schon zu spät und ich habe mir das ganze tolle Streitgespräch zwischen Elsässer und Schmid angehört. Zu Jürgen Elsässer ist zu sagen, dass er einer der komischsten Menschen in der Linken ist und bleibt. Erst schreibte er für die altkommunistische Zeitung Junge Welt, später versucht er die Junge Welt fertig zu machen und ist Mitbegründer der antideutschen (auch als linke Zeitung bekannte) Jungle World. Nachdem ihm klar war, was er mit seiner Antideutschen Ideologie angerichtet hatte, wechselte er wieder zum anderen Lager. Für ihn war der Wendepunkt als er Slogans hörte, wie „Bomber Harris do it again“, ab da war ihm klar, was er angerichtet hatte. Erst baute er das Fundament für absolute Verwirrungen innerhalb der Linken auf, um dann mit zu bekommen, dass da was falsch gelaufen war. Aber da er nun wieder dem Antiimp Lager angehört ist alles für ihn wieder im Lot und er schreibt fleißig weiter, verwirrte Reden und Bücher. Der andere Redner, Bernhard Schmid, war auch nicht wirklich besser, der kurz gesagt auch irgendwelche Texte schreibt und dies in der Jungle World veröffentlicht, die sich ja immer wieder versucht als links zu verkaufen. Ihr Argument dafür findet sich wohl in ihm wieder, das sie doch einen Linken Anspruch hat, nachdem sie während des Irakskrieges eine der besten journalistischen Leistungen ablegte, die sogar die amerikanische Kriegsmaschinerie-Information in den Schatten stellte. Anscheinend geht ihre Logik links zu sein in der verwirrten „radikalen“ Linke auf. Zu ihm kann ich leider auch nicht viel schreiben, da ich mir die Jungle World nicht an tun möchte, aus verschiedensten Gründen. Einen Grund habe ich ja schon oben genannt.
Der Titel des Streitgesprächs hieß: „Wie viel Populismus verträgt die Linke?“
Viel zum Streitgespräch muss mensch hier gar nicht erwähnen, da jegliche Kritik sinnlose Inanspruchnahme von Gehirnzellen erfordern würde. Jürgen Elsässer (welcher sich als Populist verstand von Anfang an des Streitgesprächs) der meinte mensch müsse eine Politik führen, wie es Hugo Chavez in Venezuela tut und dies auf alle Länder anwenden, sogar Deutschland, was das Publikum sehr erschrecken lies. Er meinte tatsächlich, das die heutigen NPD WählerInnen nur aus Verzweiflung die NPD wählen, weil sie würden ja gerne die Linken wählen, aber diese sei nicht stark genug, da sie immer nur zerstritten ist untereinander. Auch hier gab es großes Aufschreien innerhalb des Publikums. Eigentlich, wie fast bei jeder Aussage Jürgen Elsässer`s. Dies gipfelte dann mit der Aussage, dass „wir“ (allein das schon der Höhepunkt, aber Populist) wieder eine „Volksfront“ in Deutschland bilden müssen, um die Macht zu ergreifen. Später wurden dann Fragen aus dem Publikum gestellt, welche sich fast nur auf Elsässer und seiner verwirrten Einstellung beschränkten. Er versuchte am Ende nur nochmal einen Appell an das Publikum zu stellen, indem er meinte, die Deutschen wären derzeit intelligenter als die Politiker, da sie sehen würden was wichtiger für „uns“ wäre und wir unbedingt auf das Volk zurückgreifen müssten, da er wirklich der Meinung ist dieser Mob hier sei irgendwie noch zu retten. Während dieser Aussage kam es zu einem spontanen Zwischenruf: „Na dann fahr doch mal nach Marzahn!“, welcher lautes Lachen hervorrief.
Kurz um ist zu sagen, das Jürgen Elsässer wohl durch die ständigen Wechsel der Lager, an Realitätsverlust leidet, weil er sich eine komplett nicht vorhandene Welt der Linken vor halluziniert.

Zusatz: Nicht nur das die meisten Menschen dort total überholte politische Ansichten vertreten, haben sie wohl noch nie, was von dem Spruch gehört: „Macht korrumpiert.“


4 Antworten auf “Elsässer live”


  1. 1 Wendy 02. Oktober 2007 um 17:37 Uhr

    Tja, vielleicht sollten wir beide eine politischere Antwort auf Elässer finden, anstatt nur zu sagen, dass er scheiße ist. Aber hey: Immerhin hab ich gesagt, warum Nationalismus scheiße ist.

  1. 1 Reiten, lesen, Freund_innen treffen Trackback am 02. Oktober 2007 um 10:25 Uhr
  2. 2 Jürgen Elsaesser schmiedet die Volksfront « Raumzeit Pingback am 20. Oktober 2007 um 17:35 Uhr
  3. 3 Antiimperialistische Querfront für den deutschen Kapitalismus! « Analyse, Kritik & Aktion Pingback am 15. Januar 2009 um 13:10 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.